Kleine Toolkunde (I)

February 11, 2008 at 11:58 PMAndre Loker

Es mag ja durchaus Entwickler geben, die mit Notepad und csc.exe ihre Erfüllung finden. Ich gehöre definitiv nicht dazu und bin bekennender IDE Liebhaber. Neben den Standard-Features die Visual Studio so bietet, gibt es da draußen noch eine ganze Reihe kostenloser und -pflichtiger Add-Ins, die dem Entwickler das Leben noch einfacher machen. Oder sagen wir: weniger schwer.

Hier also eine kleine Liste von must-have Add-Ins für Visual Studio:

  • Resharper – ohne geht nicht, sorry. Wenn man sich einmal in das Tool eingearbeitet hat, ist ein Arbeiten ohne diesen treuen Begleiter eine Qual. Viel sagen muss man zu diesem vielseitigen Tool wohl nicht.
  • VisualSVN – eine vernünftige Subversion-Einbindung. Anders als das relativ instabile AnkhSVN macht sich VisualSVN das Leben viel leichter und verrichtet seine Arbeitet sozusagen huckepack auf dem Rücken der bekannten SVN Shell-Extension TortoiseSVN. Das Add-In kostet rund 37€, ist aber jeden Cent wert, weil es eine sehr löbliche Eigenschaft hat: man merkt nicht, dass es da ist. Stattdessen macht es einfach das, was es soll, ohne den Nutzer zu stören. Empfehlenswert ist auch das Repository-Verwaltungstool VisualSVN Server, welches gratis (!) zu downloaden ist.
  • VersioningControlledBuild – Versionsnummern im Griff. Wenn man nicht gerade einen Buildserver verwendet, ist dieses Add-In sehr nützlich, da es bei jedem Buildvorgang die Versionsnummern der Assemblies erhöht. Deutliche Versionsnummern machen die Kommunikation bei der Fehlersuche erheblich einfacher!
  • GhostDoc – XML-Dokumentation von Geisterhand. Sein wir ehrlich - es ist schon manchmal lästig, Code zu kommentieren. GhostDoc nimmt dem Programmierer insofern schon ein großen Teil der Arbeit ab, indem es XML-Dokumentations-Gründgerüste erstellt und so gut wie möglich probiert auszufüllen. Dabei schaut GhostDoc nach dem Namen des entsprechenden Members und nach bekannten Mustern (z.B. Eventhandlern). Man sollte nur vor lauter Automatismus nicht vergessen, diejenigen Informationen nachzutragen, die eben nicht automatisch abgeleitet werden können…
  • TestDriven.NET - Unit Tests aus der IDE heraus starten. So wird man beim TDD nicht immer dadurch gestört, zwischen Testrunner GUI und IDE wechseln zu müssen. TestDriven.NET unterstützt unter anderem MbUnit, mein persönlicher Favorit unter den Unit Test Frameworks.
  • Web Deployment Project - ein Tool von Microsoft, um Webseiten (Web Sites) und Webanwendungen (Web Applications) vorzukompilieren und zu deployen. Unter anderem erlaubt das Add-In diverse Varianten, um mehrere (oder alle) Pages und Controls zu einer einzelnen Assembly zu kompilieren. Dabei können auch Control-Bibliotheken generiert werden, wodurch die enthaltenen User Controls in anderen Projekten wie Custom Controls verwendet werden können. Code re-use, ik hör dir trapsen!

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